Monatsarchiv: März 2011

PostPrivacyHass

Ich weiss nicht ob ich das schon erwähnte, aber sie kotzt mich an diese Spackeria.

Diese Idioten sagen: Ist doch eh egal mit dieser Privatsphäre, macht mit meinen Daten was ihr wollt, Google und Facebook wissen eh alles über mich.

Das Prinzip, dass jeder alles von sich freigeben darf ist ja ok, da braucht man keine Spackeria für. Aber es schützt mich auch nicht vor meiner eigenen Dummheit. Bei einem erwachsenen Menschen der das für sich beurteilen kann ist das OK, wenn die Hartz 4 Discoschlampe von nebenan ihre Bilder online stellt wo sie besoffen und halb nackt durch die Disco fällt oder jemand seinen Chef beleidigt weil er nicht versteht dass er nicht versteht dass er feiern muss und deshalb nie pünktlich auf der Arbeit ist und die beiden deswegen keinen Job bekommen oder selbigen verlieren ist das deren Problem. Aber es schützt auch keinen minderjährigen vor dem Hass seiner Schulklasse wenn diese sein Facebook Profil finden und sich drüber lustig machen. Post Privacy sagt eben nicht, um marinaslied.de zu zitieren, “Ein Mensch muss die Daten freigeben können, die er will.” Post Privacy sagt, dass mir egal zu sein hat was nach deren Veröffentlichung geschieht, und das ist etwas das nicht sein darf.

Datenschutz sagt eben nicht “Ein Mensch muss nur die Daten freigeben können, die er will.” Datenschutz sagt, dass ich frei geben darf was ich will, aber ein gewisses Maß an Kontrolle darüber haben kann (wenn nicht gar haben muss) wem ich es zugänglich mache. Natürlich schützt es mich nicht davor, gestreisandet zu werden. Aber wenn ich meine Daten nur einem gewissen Kreis zur Verfügung stelle, dann kann ich so doch dieses Risiko wenigstens minimieren. Der Gedanke hinter Post Privacy nimmt mir eben genau dieses Recht, noch ein wenn auch eh schon geringes Maß an nachträglicher Kontrolle ausüben zu können.

Datalove. Die Daten müssen fließen, sie müssen verwendet werden, interpretiert werden, kopiert werden, gleich und vor allem Wertungsfrei behandelt werden, Freude bringen und neues schaffen. Was im Netz ist, bekomme ich nicht mehr weg. Das ist gut, wichtig, richtig und essentiell für das Netz. Und derjenige, der die Daten veröffentlicht, muss mit den Konsequenzen leben, welcher Art auch immer sie sein mögen.

Die zentrale Frage ist nicht ja oder nein Post Privacy. Die Frage ist: Muss es möglich sein, bestimmte Personengruppen vor ihrer eigenen Dummheit zu beschützen. Das kann man eigentlich nur mit einem klaren Jein beantworten.

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Muss wutbürgern!

Long time no Blogeintrag. Ich bin einfach zu viel unterwegs und zuviel am aufregen wutbürgern. Aber jetzt muss es raus, und da es so viel ist als Zusammenfassung des blanken Hasses, ohne links, war ja alles in den nachrichten, ich kommentiere hier nur, wer nicht weiss wo rum es geht ist selbst schuld weil er keine nicht die richtigen Nachrichten liest. Also los:

Diese E10 Diskussion. Sie geht mir einfach nur noch auf dein Sack. Ja, es ist nicht gut dieses Spritdiktat der Regierung, ich bin alles andere als mit solchen Praktiken einverstanden. Aber die Dummheit der Menschen ist auch nicht zu unterschätzen. Fossile Brennstoffe sind halt bald alle. Gut, mir als Firmentankkartenbesitzer kann das so lange die Sauce sprudelt egal sein, aber  macht euch doch mal eins klar: Der deutsche Michel soll sich mal gefälligst nicht ständig über alles beschweren, sondern anders machen. Es gibt Multifuel Motoren, die kommen mit E85 oder sogar E100 klar und sogar in beliebigem mischungsverhältnis mit normalem Sprit. Schonmal was von der Erfindung namens Klopfsensor gehört? Oder noch besser, fahrt doch einfach mit (Bio-) Diesel, Gas, Wasserstoff oder Elektrisch! Ach ja und es ist nicht der Motor der euch kaputt geht durch das ach so schlimme Ethanol, sondern höchstens die Benzinleitung. ne neue kostet bei weitem nicht so viel wie der Verlust des Motors den ihr alle fürchtet.

Dann war da heute so ein Interview mit einer Frau Schramm im ehemaligen Nachrichtenmagazin. Privatsphäre sei 80er, keine Macht den Datenschützern, Post-Privacy, unsere Daten können eh nicht geschützt werden. Ich hoffe ja immernoch dass es sich dabei um eine Schlechte Satire handelt. Mir kommt die Galle hoch. Zum Glück bezeichnet sie sich selbst als „Spackeria“ dann muss ich das nicht tun, denn solche Aussagen kommen nur von Spackos. Leider steckt der Spiegel diese Aussagen auch noch in die Piraten-Ecke, obwohl das keine offizielle Aussage der Piraten ist. Mir kommt noch mehr Galle hoch. Hat diese Frau auch nur die geringste Ahnung was sie für eine Scheiße verzapft? Ich bin ja kurz davor das als parteischädigendes Verhalten anzuzeigen. Sie mag ja mit einigem ansatzweise Recht haben, z.B. dass Diskussionsbedarf besteht, aber vorher sollte sie erstmal wissen was sie überhaupt will und nicht weil sie es nicht schafft ihr Privatleben privat zu halten gleich für alle die Abschaffung der Privatsphäre zu forden. Nicht gut finden was Facebook mit meinen daten tut, aber dann dort angemeldet sein passt einfach nicht zusammen. Ich fordere mehr intelligenz für die Spackeria, auf das sie folgendes merke: Datenschutz fängt bei einem selbst an. Es kann nur weiterverwurstet werden was man selbst von sich preis gibt. Erst denken, dann bei Facebook anmelden. Mein Chef kann nicht bei Google rausfinden was ich privat so treibe, da ich Ihm meinen Nick nicht in der Bewerbungsmappe verraten habe!

Thema Guttenberg: Wieder ein mal müssen wir schmerzvoll erfahren, dass ein Übel immer durch ein noch größeres ersetzt werden kann!

Thema Länderdomino: Beim „Befreien“ von Ländern in denen es Öl und Bodenschätze gibt sind sie ja schnell die Amis und die Internationale Kriegstreibergemeinschaft. Warum bloß sehe ich jetzt niemanden von denen in Lybien, Ägypten, oder wo auch immer der nächste Diktator fällt? Achso ja, man darf ja die „Stabilität“ dort nicht gefährden, wenn es gänzlich demokratisch zugehn würde könnte das Volk dort ja auf die Idee kommen die Amis nichtmehr toll zu finden oder noch schlimmeres. Ich fordere meine Steuergelder zurück. In Form eines Leo2 bitte. Ich würde damit nach Berlin fahren und in einem Kuppelbau für Strom- und Toilettenausfall sorgen.

Thema Bahnstreik: Vor 2 Wochen noch waren im Fernsehn Massenweise Leute zu sehn die sich solidarisch mit dem bevorstehenden Bahnstreik gezeigt haben. Natürlich hat man vollstes Verständnis, die armen Lokführer verdienen viel zu wenig für Knöpfchen drücken und ab und zu jemanden überfahren.  Jetzt ist der Streik da, und plötzlich sieht man nur noch Interviews mit Leuten denen der Streik auf den Sack geht und deren Verständnis gegen null strebt. DAS ist mal exquisit ausgewählter Qualitätsjournalismus, immer nur das zeigen was grad passt.

Erwähnte ich shcon dass ich in die Ecke des Hotelzimmers kotzen möchte?

so, kein bock mehr fertig für heute.