PostPrivacyHass

Ich weiss nicht ob ich das schon erwähnte, aber sie kotzt mich an diese Spackeria.

Diese Idioten sagen: Ist doch eh egal mit dieser Privatsphäre, macht mit meinen Daten was ihr wollt, Google und Facebook wissen eh alles über mich.

Das Prinzip, dass jeder alles von sich freigeben darf ist ja ok, da braucht man keine Spackeria für. Aber es schützt mich auch nicht vor meiner eigenen Dummheit. Bei einem erwachsenen Menschen der das für sich beurteilen kann ist das OK, wenn die Hartz 4 Discoschlampe von nebenan ihre Bilder online stellt wo sie besoffen und halb nackt durch die Disco fällt oder jemand seinen Chef beleidigt weil er nicht versteht dass er nicht versteht dass er feiern muss und deshalb nie pünktlich auf der Arbeit ist und die beiden deswegen keinen Job bekommen oder selbigen verlieren ist das deren Problem. Aber es schützt auch keinen minderjährigen vor dem Hass seiner Schulklasse wenn diese sein Facebook Profil finden und sich drüber lustig machen. Post Privacy sagt eben nicht, um marinaslied.de zu zitieren, “Ein Mensch muss die Daten freigeben können, die er will.” Post Privacy sagt, dass mir egal zu sein hat was nach deren Veröffentlichung geschieht, und das ist etwas das nicht sein darf.

Datenschutz sagt eben nicht “Ein Mensch muss nur die Daten freigeben können, die er will.” Datenschutz sagt, dass ich frei geben darf was ich will, aber ein gewisses Maß an Kontrolle darüber haben kann (wenn nicht gar haben muss) wem ich es zugänglich mache. Natürlich schützt es mich nicht davor, gestreisandet zu werden. Aber wenn ich meine Daten nur einem gewissen Kreis zur Verfügung stelle, dann kann ich so doch dieses Risiko wenigstens minimieren. Der Gedanke hinter Post Privacy nimmt mir eben genau dieses Recht, noch ein wenn auch eh schon geringes Maß an nachträglicher Kontrolle ausüben zu können.

Datalove. Die Daten müssen fließen, sie müssen verwendet werden, interpretiert werden, kopiert werden, gleich und vor allem Wertungsfrei behandelt werden, Freude bringen und neues schaffen. Was im Netz ist, bekomme ich nicht mehr weg. Das ist gut, wichtig, richtig und essentiell für das Netz. Und derjenige, der die Daten veröffentlicht, muss mit den Konsequenzen leben, welcher Art auch immer sie sein mögen.

Die zentrale Frage ist nicht ja oder nein Post Privacy. Die Frage ist: Muss es möglich sein, bestimmte Personengruppen vor ihrer eigenen Dummheit zu beschützen. Das kann man eigentlich nur mit einem klaren Jein beantworten.

2 Comments

  1. Posted 26. März 2011 at 19:36 | Permalink | Antworten

    Moin!

    Mir scheint, deine Meinung basiert nur auf Hörensagen und dem bisschen, was in den Medien so um sich geht. Ich empfehle dir diesen Beitrag http://www.marinaslied.de/?p=541 zum Thema Datenschutz, Spackeria und Datalove. Der klärt so einiges auf.

    • Posted 26. März 2011 at 19:57 | Permalink | Antworten

      auf genau den artikel hab ich mich bezogen (auch wenn ich da jetzt kein link gesetzt habe)

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