Das ist kein rechtsfreier Raum hier!

Nur mal so ein paar zusammenhangslose Einfälle über die letzte Woche:

Erstmal machen wir natürlich keine Vorratsdatenspeicherung mehr. Sehr löblich. Weniger löblich, dem Kind einfach nur einen anderen Namen zu geben, nämlich Mindestdatenspeicherung. Da frag ich mich doch echt wer den entsprechenden Halbaffen die sich das schonwieder ausdenken durften ins Hirn geschissen hat. Damit ihrs ein für alle mal wisst: Ich halte diesen Friedrich und seine illegalen Schergen für gemeingefährliche Verbrecher an unserem höchsten Gut, der Freiheit. Meine IP ist 127.0.0.1, speichert DAS. Sperrt es am besten gleich, ihr inkompetenten Hohlköppe.

Das nächste Highlight: Netzsperren. Mit dem Kinderporno hat das sperren ja nicht geklappt, also versucht man es mit illegalem Glücksspiel. Ganz klasse für den Staat ist jetzt auch die „Ablassfunktion“ die man eingebaut hat. Natürlich ist nicht alles Illegal was Illegal ist, manche dürfen gleicher sein als die anderen. Wer bereit ist schlappe 16% seiner Milliardengewinne an den Staat abzudrücken, der darf sich als legal betrachten. Ob das jetzt alles mit rechten Mitteln zu geht wer in den Pool mit den Fischen springen darf (ja, auch ich spiele ab und zu Texas Hold`Em) möchte ich erstmal nicht beurteilen, ich zweifle aber stark daran. Schön ist auch, wie das ganze umgesetzt werden soll: Per DeepPacketInspection, dazu will man die Provider zwingen. Ja, richtig, zwingen. Ich brech gleich ins Essen das ich heute Mittag garnicht hatte weil daheim im Kühlschrank vergessen. Wem das nix sagt: Bei DPI guckt der Provider in dein IP Paket und liest was drin steht, er weiss dann ob du auf Vanilleeis oder Doppelanaldildos stehst, keine Freunde im Fratzenbuch hast und ob du dein Hartz4 lieber versäufst oder verzockst. Bis auf letzteres wäre quasi alles OK, und letzteres auch wenn du es bei jemandem tust der den staatlichen Kaperbrief zur staatlichen Gewinnrückführung besitzt. So viel zum Thema Netzneutralität, das ist als ob die Post deine Briefe öffnet und wenn Geld drin liegt ein Schein raus nimmt um ihn der Merkel zu geben damit die das nächste Lobbyistenabendessen davon bezahlen kann.

Wenigstens knastet man in den freiheitsliebenden arabischen Ländern keine Blogger ein oder beschränkt sonst irgendwie das Recht auf Redefreiheit und den Wunsch nach Demokratie. Ich geh dann mal ein bischen meine Privatsphäre aufgeben: Letzte Woche war ich ein Tag beruflich in London und habe mich ob der ganzen Kameras (ja, die sind dort wirklich alle 3 meter in sämtliche Richtungen blickend Montiert) kein bischen sicherer gefühlt als in anderen Städten wo das nicht so ausgeprägt ist, sondern kam mir einfach nur beobachtet vor. Daheim hab ich übrigens noch Nudelteig und selbstgemachtes Eis.

es grüßt PostPrivacy, NICHT.

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PostPrivacyHass

Ich weiss nicht ob ich das schon erwähnte, aber sie kotzt mich an diese Spackeria.

Diese Idioten sagen: Ist doch eh egal mit dieser Privatsphäre, macht mit meinen Daten was ihr wollt, Google und Facebook wissen eh alles über mich.

Das Prinzip, dass jeder alles von sich freigeben darf ist ja ok, da braucht man keine Spackeria für. Aber es schützt mich auch nicht vor meiner eigenen Dummheit. Bei einem erwachsenen Menschen der das für sich beurteilen kann ist das OK, wenn die Hartz 4 Discoschlampe von nebenan ihre Bilder online stellt wo sie besoffen und halb nackt durch die Disco fällt oder jemand seinen Chef beleidigt weil er nicht versteht dass er nicht versteht dass er feiern muss und deshalb nie pünktlich auf der Arbeit ist und die beiden deswegen keinen Job bekommen oder selbigen verlieren ist das deren Problem. Aber es schützt auch keinen minderjährigen vor dem Hass seiner Schulklasse wenn diese sein Facebook Profil finden und sich drüber lustig machen. Post Privacy sagt eben nicht, um marinaslied.de zu zitieren, “Ein Mensch muss die Daten freigeben können, die er will.” Post Privacy sagt, dass mir egal zu sein hat was nach deren Veröffentlichung geschieht, und das ist etwas das nicht sein darf.

Datenschutz sagt eben nicht “Ein Mensch muss nur die Daten freigeben können, die er will.” Datenschutz sagt, dass ich frei geben darf was ich will, aber ein gewisses Maß an Kontrolle darüber haben kann (wenn nicht gar haben muss) wem ich es zugänglich mache. Natürlich schützt es mich nicht davor, gestreisandet zu werden. Aber wenn ich meine Daten nur einem gewissen Kreis zur Verfügung stelle, dann kann ich so doch dieses Risiko wenigstens minimieren. Der Gedanke hinter Post Privacy nimmt mir eben genau dieses Recht, noch ein wenn auch eh schon geringes Maß an nachträglicher Kontrolle ausüben zu können.

Datalove. Die Daten müssen fließen, sie müssen verwendet werden, interpretiert werden, kopiert werden, gleich und vor allem Wertungsfrei behandelt werden, Freude bringen und neues schaffen. Was im Netz ist, bekomme ich nicht mehr weg. Das ist gut, wichtig, richtig und essentiell für das Netz. Und derjenige, der die Daten veröffentlicht, muss mit den Konsequenzen leben, welcher Art auch immer sie sein mögen.

Die zentrale Frage ist nicht ja oder nein Post Privacy. Die Frage ist: Muss es möglich sein, bestimmte Personengruppen vor ihrer eigenen Dummheit zu beschützen. Das kann man eigentlich nur mit einem klaren Jein beantworten.

Muss wutbürgern!

Long time no Blogeintrag. Ich bin einfach zu viel unterwegs und zuviel am aufregen wutbürgern. Aber jetzt muss es raus, und da es so viel ist als Zusammenfassung des blanken Hasses, ohne links, war ja alles in den nachrichten, ich kommentiere hier nur, wer nicht weiss wo rum es geht ist selbst schuld weil er keine nicht die richtigen Nachrichten liest. Also los:

Diese E10 Diskussion. Sie geht mir einfach nur noch auf dein Sack. Ja, es ist nicht gut dieses Spritdiktat der Regierung, ich bin alles andere als mit solchen Praktiken einverstanden. Aber die Dummheit der Menschen ist auch nicht zu unterschätzen. Fossile Brennstoffe sind halt bald alle. Gut, mir als Firmentankkartenbesitzer kann das so lange die Sauce sprudelt egal sein, aber  macht euch doch mal eins klar: Der deutsche Michel soll sich mal gefälligst nicht ständig über alles beschweren, sondern anders machen. Es gibt Multifuel Motoren, die kommen mit E85 oder sogar E100 klar und sogar in beliebigem mischungsverhältnis mit normalem Sprit. Schonmal was von der Erfindung namens Klopfsensor gehört? Oder noch besser, fahrt doch einfach mit (Bio-) Diesel, Gas, Wasserstoff oder Elektrisch! Ach ja und es ist nicht der Motor der euch kaputt geht durch das ach so schlimme Ethanol, sondern höchstens die Benzinleitung. ne neue kostet bei weitem nicht so viel wie der Verlust des Motors den ihr alle fürchtet.

Dann war da heute so ein Interview mit einer Frau Schramm im ehemaligen Nachrichtenmagazin. Privatsphäre sei 80er, keine Macht den Datenschützern, Post-Privacy, unsere Daten können eh nicht geschützt werden. Ich hoffe ja immernoch dass es sich dabei um eine Schlechte Satire handelt. Mir kommt die Galle hoch. Zum Glück bezeichnet sie sich selbst als „Spackeria“ dann muss ich das nicht tun, denn solche Aussagen kommen nur von Spackos. Leider steckt der Spiegel diese Aussagen auch noch in die Piraten-Ecke, obwohl das keine offizielle Aussage der Piraten ist. Mir kommt noch mehr Galle hoch. Hat diese Frau auch nur die geringste Ahnung was sie für eine Scheiße verzapft? Ich bin ja kurz davor das als parteischädigendes Verhalten anzuzeigen. Sie mag ja mit einigem ansatzweise Recht haben, z.B. dass Diskussionsbedarf besteht, aber vorher sollte sie erstmal wissen was sie überhaupt will und nicht weil sie es nicht schafft ihr Privatleben privat zu halten gleich für alle die Abschaffung der Privatsphäre zu forden. Nicht gut finden was Facebook mit meinen daten tut, aber dann dort angemeldet sein passt einfach nicht zusammen. Ich fordere mehr intelligenz für die Spackeria, auf das sie folgendes merke: Datenschutz fängt bei einem selbst an. Es kann nur weiterverwurstet werden was man selbst von sich preis gibt. Erst denken, dann bei Facebook anmelden. Mein Chef kann nicht bei Google rausfinden was ich privat so treibe, da ich Ihm meinen Nick nicht in der Bewerbungsmappe verraten habe!

Thema Guttenberg: Wieder ein mal müssen wir schmerzvoll erfahren, dass ein Übel immer durch ein noch größeres ersetzt werden kann!

Thema Länderdomino: Beim „Befreien“ von Ländern in denen es Öl und Bodenschätze gibt sind sie ja schnell die Amis und die Internationale Kriegstreibergemeinschaft. Warum bloß sehe ich jetzt niemanden von denen in Lybien, Ägypten, oder wo auch immer der nächste Diktator fällt? Achso ja, man darf ja die „Stabilität“ dort nicht gefährden, wenn es gänzlich demokratisch zugehn würde könnte das Volk dort ja auf die Idee kommen die Amis nichtmehr toll zu finden oder noch schlimmeres. Ich fordere meine Steuergelder zurück. In Form eines Leo2 bitte. Ich würde damit nach Berlin fahren und in einem Kuppelbau für Strom- und Toilettenausfall sorgen.

Thema Bahnstreik: Vor 2 Wochen noch waren im Fernsehn Massenweise Leute zu sehn die sich solidarisch mit dem bevorstehenden Bahnstreik gezeigt haben. Natürlich hat man vollstes Verständnis, die armen Lokführer verdienen viel zu wenig für Knöpfchen drücken und ab und zu jemanden überfahren.  Jetzt ist der Streik da, und plötzlich sieht man nur noch Interviews mit Leuten denen der Streik auf den Sack geht und deren Verständnis gegen null strebt. DAS ist mal exquisit ausgewählter Qualitätsjournalismus, immer nur das zeigen was grad passt.

Erwähnte ich shcon dass ich in die Ecke des Hotelzimmers kotzen möchte?

so, kein bock mehr fertig für heute.

Ein Blizzard im Frühling

Muaha die dreckigen Wichser von Blizzard haben mir doch gestern Abend tatsächlich den verkackten Battlenet-Account gesperrt. Die Nachricht auf der Homepage lautete: „Dieser Account wurde aufgrund verdächtiger Aktivitäten gesperrt. Es wurde eine Nachricht mit Einzelheiten zur Lösung des Problems an die E-Mail-Adresse dieses Accounts geschickt. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://eu.battle.net/account/locked.html“ oder auf englisch im Spiel etwas aufschlussreicher: „our login system has detected a change in your access pattern. in order to protect your account…“

So, es ist also eine „verdächtige Aktivität“ wenn ich ein Spiel durchzocke, ein paar Monate liegen lasse und dann irgendwann wieder mal Lust drauf bekomme. Ja, ich habe ein unregelmäßiges Loginverhalten. Es tut mir aufrichtig Leid, ich komme mir schon wie ein elender kleiner Hurensohn von Verbrecher vor weil ich nicht regelmäßiger Starcraft II spiele, ich gelobe aufrichtig Besserung. NICHT!

Vor allem kommt der Hammer ja erst noch. Ich als ehrlicher User will also den Bestimmungen folgend mein Passwort ändern, bekomme aber entgegen der „Fehlermeldung“ keine Mail. Also geht man auf die Homepage, bekommt auch hier bei klick auf „Passwort vergessen, ändern, whatever“ natürlich KEINE Mail. Hallo, ihr verdammten Pisser, wozu bietet ihr mir Mails mit Links an wenn dann keine kommen? Und ja, die Mailadresse stimmt. Gut, es gibt ja noch die Möglichkeit das PW direkt zu ändern nachdem man die entsprechende Seite gefunden hat. Vorweg: bei Einrichtung des Accounts musste man eine PW-Recovery-Frage eingeben. Nach dieser fragt Blizzard natürlich NICHT!!! Ich weiss nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll, diese unfähigen Mistböcke fragen doch tatsächlich nach E-Mail, Vor- und Nachname!!! Es kann quasi jeder, der von einem WOW oder Starcraft Spieler bloß Name und E-Mail kennt ganz einfach das Passwort ändern und den Account an sich reißen FFS!!! Die schicken einem noch nicht mal einen Bestätigungslink. Das nenne ich doch mal einen härtest möglichen Fail an Datenschutz, der Erich-Mielke-Award für maximalen Realitätsabstand geht diesen Monat also völlig zu Recht an Blizzard.

Ach ja, in weiser Voraussicht eben dieser Umstände gab ich natürlich damals beim registrieren eben NICHT meinen realen Namen an. Dumm nur, wenn ich heute nicht mehr weiß was ich damals für ein ASDF und QWERTZ eingetippselt habe. Zum Glück gibt es aber noch eine Hotline mit ausnahmsweise mal verständnisvollen Mitarbeitern, die einem nach kurzer Versicherung der Glaubwürdigkeit seiner falschen Angaben (hier braucht man jetzt übrigens doch die richtige Antwort auf die PW-Recovery-Frage) den Account wieder freischalten. Die Diskussion war anfangs auch gezwungenermaßen lustig, da die armen Hotlineknechte hier natürlich das Blizzard-Standardalphabet runter beten müssen, beginnend damit dass die Angaben ja stimmen müssen weil ich auf IHREN Servern spiele und meinerseits entkräftet wurden dadurch dass sie ja meine IP haben falls irgendwas wäre und ich schließlich für diesen Dienst auch bezahlt habe und wie lächerlich ich die „Accountsicherheit“ sofern man es überhaupt so nennen kann bei Blizzard finde.

Man hätte es ja ahnen können, denkt aber trotzdem immer wieder naiver weise man wird von solchen Ärgerlichkeiten verschont. Wie auch immer, es gibt jetzt jedenfalls mal wieder eine Firma mehr auf der langen Liste derer, die so schnell kein Geld mehr von mir sehen werden.

Elende Frickelsoftware

Ich habs ja vorhin schon angedroht, ich muss mal wieder Frust ablassen. Diesmal war mir die ehrenvolle Aufgabe zuteil einen Asterisk Server aufzusetzen. Klingt unspannend, wems nix sagt, das ist eine SIP/Voip/H323/Whatevergateway Telefonanlage für Lunixe. Die Begeisterung ob des sich anbahnenden gefrickels hielt sich also von Anfang an in Grenzen, glücklicherweise gibt es den ganzen Krempel aber wenigstens schon als fertiges Installationsimage mit Asterisk und FreePBX als praktische Webconfigoberfläche auf schlankem CentOS. Schnell eine VM gebaut und das Ding installiert. Bzw. erstmal nicht installiert, sondern nur das Image gebootet, installieren lässt es sich nämlich nicht so einfach wenn es die virtuelle Festplatte nicht findet. Also wieder umgebaut und dafür ein schnödes altes IDE Laufwerk auf der VM dafür anlegen lassen. Gut, das ging dann. Die restliche Installation war auch unproblematisch weil vollständig selbst laufend und man kann danach direkt auf die Weboberfläche. Nein, könnte. Man braucht natürlich das Passwort dafür. Also begebe ich mich mal auf Passwortsuche. Wusstet ihr, dass NIRGENDS, zumindest nirgends wo ich auf der offiziellen Homepage von den Entwicklern, im Wiki oder sonst wo gesucht habe da irgendwelche Default Passwörter dokumentiert sind?!? WAS ZUM GEIER?!? Also bitte, das erste was ich in eine Doku schreibe wenn ich irgendwo was mache das die Eingabe eine Passworts verlangt ist doch dieses urstdämlich verhurte kack scheiß dämlich dahinwichsende PASSWORT. Damit man es nämlich auch benutzen kann. Liebe Entwickler, ihr hab ein verschissenes drecks WIKI. Ihr hab ein bescheuerten verkackten Link auf dem steht DOKUMENTATION. Verdammte Scheiße, wenn bitte doch mal irgendetwas in eine D-O-K-U-M-E-N-T-A-T-I-O-N gehört, dann doch das kack default admin Passwort!!!

Ich fand es dann übrigens heute nach 2 Tagen intensiver Suche.  und zwar nicht an irgendeiner offiziellen Stelle, nein, ich fand einen Foreneintrag wo jemand gefragt hat ob man das Default-PW nicht ändern könne.

Danke Leute, so vernichtet man jede Freude an Open Source Software, durch beschissene Dokumentation!

Hab grade bock auf random Beleidigungen

I need a fucking scroll bar! Why did you stupid motherfucking bastards code this fucking piece of shit of page without a fucking scrollbar? This goddamn crappy stylesheet ruins my fucking day because this fucking list is too fucking long so nobody can hit the fucking save button at the fucking bottom. Do you fuckers think your users are stupid morons with only 1 or 2 entrys in this fucking list? Wow did you fucking sons of fucking bitches even fucking think anybody can fucking work with this? I need to fucking test this fucking function fucking working before fucking telling this fucking crap of motherfucking stupid solution to the customer. I cannot fucking delete the other fucking entries in this fucking list just to fucking test this crap. Please, give me a fucking display with a fucking resolution of greater than 1440 fucking pixels in height or i will fucking show you how one man can fucking destroy your whole fucking headquarters in a fucking piece of a fucking second.

meint ihr ich kann das so an den support dieser software raushauen?

Endlich, oder: der Firmenwagen

Knapp 9 Monate ist es jetzt her, dass ich einen VW Golf Variant bestellt habe. Ich fragte mich schon ob da jetzt auch tatsächlich ein Auto auf dem langen Weg von Mexiko, wo die Dinger mittlerweile wohl zusammengeklebt werden, hier her ist, oder nicht vielleicht doch ein ungewolltes Kind. Wie auch immer, gestern war es tatsächlich so weit und die Karre stand jungfräulich auf unserem Firmenparkplatz, was ich mal zum Anlass nehme hier einen ersten Erfahrungsbericht nieder zu schreiben.

Erstmal bin ich natürlich super Froh ihn endlich zu haben, auch wenn das Budget natürlich erstmal noch nichts größeres als einen Golf her gab. Er macht vieles leichter, so muss ich z.B. keine Kilometer mehr aufschreiben wie bei den Poolwagen bisher, das ständige wechseln zwischen Privat- und Firmenwagen entfällt, ich spare mir und somit natürlich auch der Firma viel Zeit und doppelte Wege. Dazu kommen natürlich noch zusätzlich motivierende Annehmlichkeiten wie Tankkarte und dass man sich nicht mehr um den ganzen Krempel mit Versicherung, TÜV und ähnlichem kümmern muss das ein Auto so an laufenden Kosten mit sich bringt. Kurzum: Einen Firmenwagen zu haben ist stark gut.

Kommen wir zum kritischeren Teil, was man mit bitte keinesfalls negativ gegenüber meines Arbeitgebers auslegen möge, auch wenn mir als altem Hosen Fan natürlich ein Opel lieber gewesen wäre, das Bashing gilt allein der Firma Volkswagen, die mehr Schein als Sein auf vier Räder zu stellen vermag.

VW hat es beim Golf 6 natürlich völlig meiner Erwartung entsprechend geschafft die beschissenst möglichen Sitze NOCH unbequemer zu machen. Mir drängt sich stark die Vermutung auf, dass die zuständigen Entwickler noch nie länger als eine halbe Stunde in ihrem Machwerk verbringen mussten. Ich hab das starke Gefühl diese Sünderbank heute an einem einzigen Tag auf der Fahrt nach Stuttgart und zurück, also in knapp zwei mal 2,5 Stunden, schon völlig durch gesessen zu haben. Wir reden hier übrigens nicht über den billigsten Sitz, sondern über den angeblich etwas besseren mit Lendenwirbelstütze. Sagte ich Lendenwirbelstütze? Ich meinte das Teil was man nicht spürt selbst wenn man an dem vorgesehenen Einstellrad bis zum Anschlag dreht. Alle meine Opel davor, vom Kadett C über Astra F und H waren das reinste Wohnzimmer dagegen, aber die lassen ihre Sitze ja auch bei Recaro bauen wo man noch gute Qualität für einen angemessenen Preis bekommt und nicht bloß einen Schaumstoffwulst ohne jeglichen Seitenhalt.

Der nächste Fail  bot sich mit im Innenraum. Dabei kann ich die nicht funktionierende Klappe der Brillenablage noch verschmerzen, ich bekomme morgen schließlich den Termin mitgeteilt wann ich zum Austausch gegen eine funktionierende antreten darf und davon dass irgendetwas bei einem neuen Gerät defekt ist kann man ja sowieso ausgehen. Lieber richte ich, im wahrsten Sinne des Wortes, mein Augenmerk auf den Tacho der da so schön modisch weiß leuchtet. Bzw. nicht der Tacho, sondern das zwischen Drehzahlmesser und Geschwindigkeitsanzeige befindliche Multifinktionsanzeigemäusekino. Es muss grell weiß leuchten, denn wenn man die Helligkeit herunter regelt, was natürlich nur global für das gesamte Cockpit geht, dann merkt man dass nur eine LED in der Mitte des Displays das ganze Licht spendet, das wiederum führt zu einem gewissen Clouding und keinerlei Helligkeit am Rand des Displays. Ein weiteres Negativmerkmal des Mäusekinos ist der recht große Pixelabstand. Bei einer gewissen Fahrbahnunebenheit, selbst schon bei bloßer stehender Motorvibration, lässt dieses feine Gitternetz durch das die grellweißen Punkte scheinen das menschliche Sehzentrum im Viereck springen, der Effekt ist etwa zu vergleichen mit dem Flackern alter, niedrig auflösender Videobeamer, nur ohne den Farbanteil. Ich hoffe der Teil meines Hirns der für die Bildverarbeitung zuständig ist gewöhnt sich da früher oder später dran, momentan kann ich da nicht länger als den Bruchteil einer Sekunde hin schauen ohne dass mir schlecht wird.

Natürlich habe ich VW  diesen Wagen um mein Budet auszuschöpfen auch noch mit allerlei Premium- und Komfortschnickschnack ausstatten lassen, einerseits natürlich weil die Firmenvorgaben sinnvollerweise ein Navi und eine Freisprecheinrichtung fordern, was nicht nur Zeitgemäß sondern auch ungemein praktisch ist, andererseits weil ich so für die Lenkradfernbedienung nur 9 Euro drauf zahlen muss. Leider drängt sich mir auch hier das Gefühl auf, dass der Konzern zwar viel gewollt, aber nichts davon komplett zu ende gedacht hat.

Fangen wir mal mit dem Navi an. Zunächst ein mal ist es unsagbar langsam. In mein altes Opel Navi, das TOMTOM, mein ehemaliges Win Mobile 6.5 Telefon und natürlich auch mein neues Android Handy kann ich sofort jede Adresse tippen, es findet und navigiert. Bei VW bietet sich einem der usabilitytechnische Alptraum von 5 sich zum verwechseln ähnlich sehenden Symbolen, wovon das unten links die Zieleingabe startet. Wir warten eine gewisse Zeit, bis sich die Adresseingabe öffnet. Wir klicken dass wir in eine Stadt XY wollen und warten. Irgendwann kommt dann mal eine Tastatur. Wir tippen den ersten Buchstaben und warten bis das Bedienfeld den nächsten entgegenzunehmen bereit ist. Wir warten… also ihr seht schon wohin das ganz führt. Bei der Straße geht es übrigens nicht wesentlich schneller. Und nein, man bekommt auch kein haptisches, optisches oder akustisches Feedback und muss dementsprechend oft korrigieren da man es gewohnt ist schneller zu tippen. Zugegeben, ich habe keine wundersam schnelle Bedienung erwartet, zumal es ja auch nur das kleine RNS310 ist und nicht das große 510. Trotzdem dürfte man doch bitte heutzutage in einem Zeitalter in dem Prozessorpower nichts mehr kostet eine einigermaßen flüssig zu bedienende GUI erwarten.

Der nächste Aufreger der sich einstellt ist die Verkehrsansage. Ja, natürlich könnte man das TMC deaktivieren, doch dann habe ich auch keine Berücksichtigung von Staumeldungen mehr in der Navigation. Also lebt man damit wenn man morgens wie abends auf der A3 im Berufsverkehr steckt jeweils eine halbe Stunde mit der zweiminütlichen Ansage es läge eine Verkehrsstörung vor belästigt zu werden. Ja, verfickt, das weiss ich. Es ist die A3. Es gibt keinen anderen Weg um zu dieser Zeit von einer Seite Frankfurts auf die andere Seite von Frankfurt zu kommen. Du musst es mir nicht alle 2 Minuten sagen. Hier wäre die Funktion doch recht Nett diese Ansage dann wenn keine Navigation genutzt wird zu ignorieren. Leider verweigert sich hier VW jedes Verbesserungsvorschlags, da man die Dinger ja bei Blaupunkt entwickeln lässt. ich bin mir sicher die hätten den entsprechenden Schalter in 2 Minuten programmiert wenn man es ihnen nur auftragen würde.

Als nächstes hab ich mein Telefon per Bluetooth mit der Freisprecheinrichtung verbunden. Natürlich setzt man auch hier auf weit verbreitete Standards (haha) nämlich rSAP was nur Nokia, ein paar Siemens und drei ältere Win Mobile 6 Geräte können. Nachteile dieser Technik wären z.B. dass eingehende SMS und verpasste Anrufe im Fahrzeug gespeichert werden anstatt im Handy solange es angemeldet ist. Die Technik funktioniert quasi so, dass das Auto dem Telefon einfach nur per remote die SIM Karte „klaut“ und das Telefon somit funktioinslos macht, man also auch keine mobile Datenverbindung mehr nutzen kann. Stört mich zum Glück nicht, da mein HTC Desire natürlich kein rSAP kann. Ich sollte mich glücklich schätzen wenigstens Anrufe entgegennehmen zu können und sie auch auf den Fahrzeuglautsprechern landen und die Musik stumm geschaltet wird. Sprachwahl funktioniert natürlich nicht, da ich das Telefonbuch nicht Synchronisieren kann. Weiterer Punkt für Freude und gleichermaßen Unmut: Die Bluetooth Mediaplayer Funktion. Ich kann mein Desire natürlich gleichzeitig als Telefon und Mediaplayer anmelden, verbinden tut er allerdings (entgegen der Beschreibung im Handbuch) immer nur die Telefonfunktion. Den Mediaplayer darf man jedes mal manuell aktivieren, was natürlich nur in 50% der Versuche funktioniert und außerdem nur bei stehendem Fahrzeug erlaubt ist. Eine zufriedenstellende Antwort warum dem so ist bleibt die VW Hotline hier schuldig („das sind unterschiedliche Profile“  HALLO?!? es ist das selbe Gerät! Abgesehn davon dass in der Bedienungsanleitung steht dass es geht) und ich frage mich warum man hier nicht auf weiter verbreitete Standards wie z.B. A2DP, AVRCP,GAP, GOEP, HFP, HSP, PBAP, Service Discovery Application Profile oder hands-free setzt.

genug Rage für heute, ich hoffe das liest jemand von VW falls man dort überhaupt auf Kundenwünsche Wer legt. Ich freu mich jedenfalls trotz aller VW-Fails drauf den Wagen möglichst lange für meinen aktuellen Arbeitgeber zu fahren.

Kleines Addon noch: der Verbrauch von grade mal 4,5l/100km ist schon eine erstaunliche Leistung und zum Glück steht das „Blue Motion“ nicht auf der Heckklappe, soll ja keiner wissen dass ich eine Ökokarre fahre 😉

Was ist eigentlich dieses P2063?

Ahoi!

vor einiger Zeit habe ich mal einem ehemaligen Arbeitskollegen (und warscheinlich auch noch mehr Leuten) versprochen: Wenn ich mal ein Blog habe, dann erkläre ich wo dieser Nick herkommt. Tja, das muss ich jetzt wohl tun. Ist ja auchganz praktisch, kann ich jetzt einfach den Link hierzu schicken wenn der nächste fragt 😉

Also, zunächst ein mal ist P2063 zusammengesetzt aus 2 Teilen. Das P Steht für Psycho und wurde irgendwann in grauer Vorzeit (ich glaube als ich mich bei Twitter angemeldet habe) einfach mal abgekürzt. Es entstammt dem Sportunterricht, was jetzt auch schon so etwa 10 Jahre her ist, da trug ich im Hockey Kurs (ja, immer diese Gewaltbereitschaft, von wegen Killerspiele, pah!) für Gewöhnlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „Psycho Dad“ (Wer Al Bundy mag wirds kennen) und daraus wurde kurzerhand der Nick.

Da es jetzt aber schon damals im Interwebz so viele Psychos gab, hab ich Kurzerhand das 2063 dran gehängt, was mehrere Bedeutungen hat. Zum einen spielt eine der genialsten SciFi Serien aller Zeiten, „Space – Above and Beyond“, von der leider nie eine zweite Staffel gedreht wurde, im Jahre 2063. Zum anderen wird im Star Trek Universum in eben diesem Jahre der Warpantrieb erfunden. Genaues Datum hab ich vergessen, aber ihr seht schon wie ich meine Kindheit verbracht habe 😉

so long…

Dämpfer für die #Contentfaschisten

Ich hoffe ich verstehe diese Meldung von Golem richtig:

es ist jetzt quasi privat legal ein Musikalbum ab ca. 6 Monate nach CD Veröffentlichung herunterzuladen. bei Filmen verhält es sich etwas anders, da ist quasi die Zeit zwischen Kinostart und DVD Veröffentlichung OK, wann man dann wieder darf hängt vom kommerziellen Erfolg des Werkes ab? Das wäre ja quasi ausnahmsweise mal fast ein Grund zum feiern dass ein Gericht es endlich so sieht dass der Privatdownload nichtmehr 100% aktuellen Materials kein kommerzielles Interesse darstellt.

Hello world!

Ja, jetzt hab ich auch mal so ein Blog. Ich hoffe es bleibt so schön spartanisch im Fefe-Design. Und was mach ich jetzt damit? Also immer wenn mich was aufregt könnt ihr das hier lesen. Das wird vermutlich erstmal nur die wenigsten interessieren,  aber warten wir mal ab. Mein täglich Ragequit gib mir heute…